Traditionelle Chinesische Medizin
Prof. Dr. med. Xiaoyun Liang bereichert in signifikanter Weise das Angebotsspektrum des Kunzmann´s. Insbesondere baut er auf die Kräutertherapie – eine Methode, die viel Wissen und Erfahrung abverlangt. Insbesondere in Deutschland ist dies noch eine Besonderheit.

Was ist TCM? Wie funktioniert sie?
Traditionelle Chinesische Medizin ist ein auf Erfahrung basierendes System. Sie ist eine Naturwissenschaft, fest verwurzelt in der chinesischen Philosophie und Geschichte. Vor über 2000 Jahren begann die Entwicklung, seitdem wurde die TCM kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. So stehen uns heute die über Jahrtausende bewährten und wirksamsten Theorien und Methoden zur Verfügung. Der Kontakt mit der westlichen Medizin hat seit einigen Jahrzehnten zu einer weiteren Entwicklung geführt, das Resultat ist unsere heutige moderne TCM.
TCM hat folgende Besonderheiten:
1. Ganzheitlicher Ansatz
Menschen werden in ihrer Gesamtheit angesehen. Die Gesamtheit beinhaltet ein Gleichgewicht auf drei Ebenen:
Erstens zwischen Gewebe, Organen und Organsystemen sowie zweitens zwischen Körper, Geist und Seele und drittens ein Gleichgewicht zwischen dem Menschen und seiner Umgebung. Beispielsweise wird bei einem Patient mit Magenschmerzen (Gastritis) zur TCM-Diagnostik die Beziehungen zwischen Leber, Milz, Lunge den organischen Systemen etc. und Magen in Betracht gezogen. Die Psyche und auch externe Faktoren wie Ernährung, Klima und Lebensumstände wie Arbeitsumfeld und zwischenmenschliche Beziehungen werden mit einbezogen. Diese verschiedenen Faktoren werden in einer TCM-Diagnose gebündelt und bilden die Grundlagen für die Therapie. Die Wiederherstellung des körperlichen und seelischen Gleichgewichts ist Ziel der Behandlung. Die Krankheit wird nicht nur verbessert oder geheilt, sondern auch die anderen Organsysteme werden wieder in einen Gleichgewichtszustand gebracht. Damit wird der Mensch im Ganzen gestärkt und gleichzeitig mit der Behandlung aktueller Beschwerden späteren Erkrankungen vorgebeugt und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert.
2. Individualität
TCM ist kein Massenprodukt, sondern eine sorgfältige, zeitaufwändige und sehr individuelle Medizin. Patienten mit gleichen schulmedizinischen Erkrankungen können nach TCM-Theorien unterschiedlich diagnostiziert und entsprechend unterschiedlich behandelt werden - die Diagnose und Behandlung ist also immer individuell abgestimmt. Zum Beispiel werden zur Behandlung einer Arthritis bei verschiedenen Patienten oder auch je nach Zustand desselben Patienten in der TCM unterschiedliche Kräuter-Mischungen und Akupunkturpunkt-Kombinationen verschrieben.
3. Diagnostizieren von „Zheng“
Zheng ist die Diagnose nach TCM (Zustand des Ungleichgewichtes von Ying und Yang, von Qi und Xue). Zheng resultiert aus der oben genannten ganzheitlichen Betrachtung und dem individuellen Ansatz. Eine TCM-Diagnose für westliche Gastritis würde zum Beispiel lauten: „Depression-Leber Qi Stau“ oder „Magen-Feuchtigkeit/Hitze“ o. ä. Eine solche TCM-Diagnose ist unbedingt notwendig für eine TCM-Therapie.
TCM – Ergänzung zur westlichen Medizin
Die unterschiedlichen Ansichtsweisen von westlicher bzw. traditionell chinesischer Medizin bedeuten keinen Widerspruch. Gerade diese Unterschiede ermöglichen eine gegenseitige Ergänzung beider Medizin-Systemen zur bestmöglichen Versorgung des Patienten. Als ganzheitliche Medizin kann TCM die westliche Medizin wirkungsvoll ergänzen, nicht ersetzen. Insbesondere bei komplexen chronischen Erkrankungen, Funktionsstörungen, Schmerzzustände und psychosomatischen Störungen weist sie große Erfolge auf – und das oftmals schon nach wenigen Behandlungen. Außerdem eignet sich die TCM sehr gut zur Prävention und zur Krankheitsfrüherkennung.
Akupunktur: Sie werden bei uns ganz originale klassische Akupunkturbehandlung von chinesischen Experten erfahren. Dazu gehört auch Moxibustion und Schröpfen.
Heilkräutertherapie: das umfangreichste und am das häufigsten eingesetzte Therapieverfahren der TCM es wird in China seit mindestens 2000 Jahren praktiziert. In China werden heute über 85% aller Patienten in der TCM mit Heilkräutern in Kombinationsform behandelt (nur ca. 10% mit Akupunktur). Wegen ihrer Logik und Stringenz vermittelt sie besonders gut die Theorien der TCM, auch ermöglicht sie einen direkteren Einfluss auf die inneren Substanzen des Körpers als die Akupunktur.
Stellen Sie sich vor, nur ein Bestandteil eines Krautes (z.B. Ginkgetin aus dem Kraut Folium Ginkgo) besitzt schon große Wirkung. Wenn mehrere Kräuter aus Hunderten Kräutern kombiniert verwendet werden, wie viel Therapiemöglichkeiten stellen diese dar. Kräutertherapie ist leider sehr schwer zu erlernen, selbst für Chinesen ist das heute so. Man braucht ein 5 jähriges intensives Basisstudium an der TCM-Hochschule und anschließend mehrere Jahre praktische Erfahrung. Deswegen wird die Kräutertherapie in Deutschland selten angewendet und zwar auf niedrigem Niveau.



